Aber in den letzten 3 Tagen ist auch allerhand passiert.
Montag:
Am Montag ging es mit dem Taxi zum 20 Kilometer entfernten Flughafen. Bin mit ziemlich wenig Gepäck unterwegs. Das meiste Gepäck habe ich in Kuta im Bungalow gelassen. Der Flughafen teilt sich in international und domestic.
Fliege nur domestic. Hier geht es ziemlich beschaulich zu. Man muss bis 30 Minuten vorm Abflug einchecken. Zu mindestens bei Merpati Airlines.
Es gibt ein Schild auf dem steht: Labuan Bajo, keine digitale Anzeige.
Die Wartehalle ist schon mehr auf Touristen jeglicher Art ausgerichtet. Dafür sind die inländischen Security Bestimmungen ziemlich lasch, es interessiert keinen Menschen ob irgendwelche Flüssigkeiten in meiner Tasche sind. Habe sogar eine Flasche Wasser mit an Board genommen.
Der Flug erscheint zwar auf der Anzeige, allerdings werden wir mit einer 20 minütigen Verspätung über Mikrophon ausgerufen und einer netter Mensch hält ein Schild mit "Labuan Bajo" nach oben.
Mit dem Bus gehts zum Flugzeug, eine Porpeller Maschine für 50 Leute.
Der Flug verläuft sehr ruhig. Wir bekommen während des 90 minütigen Flugs sogar etwas zu Essen und zu Trinken.
Ankunft in Labuan Bajo, der Hangelarer Flughafen ist dagegen eher ein internationaler Fughafen mit Massenabfertigung. :-)
Ein kleines Gebäude, kein Gepäckband oder sowas. Die Koffer werden gegen den Gepäckschein getauscht. Direkt vom Kofferwagen.
Fahre mit einem Bomo (Mini Bus Taxi) die 1,5 km nach Labuan Bajo (ist halbsogroß wie Seelscheidt).
Suche mir eine Bleibe für die kommende Nacht. Finde ein kleines Hotel, mit spartanisch eingerichtem Zimmer und indonesichem Bad (Bodenklo und grossen Wasserbottich mit Eimerchen (Dusche)).
Erkunde Labuan Bajo und buche meine Komodo Island Tour, für 2 Tage und eine Nacht.
Anschliessend esse ich zu Abend (in dem Restaurant in dem ich auch momentan sitze) und gehe frisch geduscht ins Bett.
Dienstag:
Stehe um 7 Uhr auf, packe meine 7 Sachen zusammen und trinke anschliessend einen Flores Kaffee. Die Tour beginnt un 8.30 Uhr.
Bei der Touroffice werde ich bereits erwartet. Schnell noch Schnorchel und Flossen ausgeliehen, dann gehts mit dem Moped (hinten drauf) zum Bootsanleger.
Wir sind zu viert auf dem Boot. 3 Amerikaner und ich. (Vater, Tochter und Freund). Alle sehr nett.
Es geht sofort los. Wir fahren etwa 2 1/2 Stunden bis Rinja Island.
| Bootsanlger Rinja Island |
| unterwegs |
Runter vom Boot und ab zum National Park Verwaltung, Ticket kaufen. Dann gehts es mit zwei Ranger auf zu einer 2 stündigen Tour über Rinja Island. Mit dem ein oder anderen Vortrag über Komodo Verane, deren Nester, Vegetation usw. bis wir endlich auch einen Komodo Veran zu Gesicht bekommen. Wird auch Zeit. Bei äußerst tropischen Temperaturen, schmilzt man nur so dahin. Zumal wir die ganze Zeit durch den Dschungl laufen. Feucht, Mücken und Mangroven. Dann ein Komodo Dragon. Sehen schon ziemlich ungewöhnlich aus. Die beiden Ranger sehen zu, dass uns nichts passiert. Dabei tun die Verane genau das, was ich bei diesem Wetter auch machen würde, nämlich nichts.
| Weibchen |
| Weibchen |
| Männchen |
| Dschunglpfad |
Nach unserer Exkursion durch Rinja Island, geht es zurück zum Boot. Es gibt zwei Inseln auf den Komodo Verane vorhanden sind. Das eine ist Rinja Island, hier sind sie kleiner, weil nicht so viel Futter zur Verfügung steht und die Hauptinsel Komodo Island.
Zurück zum Boot, bekommen wir erst einmal einen frischen Smoothie und dann ein sehr leckeres Mittagessen. Die Kombüse hier auf dem Boot hat etwa 1 1/2 Quadratmeter und es ist faszinierend was die beiden Jungs, die für uns sorgen, auf die Beine stellen. Es gibt 4 verschiedene Gerichte und Reis. Die beiden sind keine 25 und kochen, spielen Käptain, Putzfrau, Zimmermädchen, Koch und Bootsjungen.
Wir lassen es uns gut gehen. Dazu frischen Kaffee von der Insel Flores oder schwarzen Tee. Essen und Getränke sind im Preis mit inbegriffen.
Wir stoppen für eine Schnorchel Tour an einem der schönsten Korallenriffe hier in Indonesien.
| Strand am Korallenriff |
Auch wenn man kein Profi in Sachenschnorcheln ist, man begreift doch ziemlich schnell. Und man wird fü seine Mühen redlich belohnt. Clownsfische, Korallen, Anemonen und hunderte andere Fische deren Name ich leider nicht kenne. Schon sehr beeindruckend dieser Sport. Was mag man wohl alles sehen, wenn man richtig taucht??
Wieder zurück auf dem Boot fahren wir dem Sonnenuntergang entgegen. Bis wir an einer kleinen Insel angekommen sind, wo wir für die kommende Nacht ankern.
Es gibt nur noch uns, das Boot, die dahin schwindende Sonne und das ein oder andere Einbaumboot von den Einheimischen, die hier in der Nähe leben. (Haben uns handgeschnitzte Komodo Verane aus Holz verkauft)
Wir sehen dem äusserst spannenden und wundervollen Sonnenuntergang zu.
| 17.40 Uhr |
| 17.50 Uhr |
| 17.55 Uhr |
| 18.05 Uhr |
Anschließend werden wir wieder mit einem fürstlichen Abendessen belohnt. Frischen Fisch, Gemüse, Reis, Tintenfisch und Ananas.
Danach sehen wir den hundertden von Fledermäusen zu, die zur Nacht ausschwärmen. Sie kommen aus einer nahgelegenen Höhle.
Wir quatschen noch einbisschen und gehen recht früh schlafen, damit der Generator nicht schlapp macht.
Unser Kajüte ist ziemlich eng und es ist ziemlich warm. Wir errichten für mich eine Schlafstätte mitten auf dem Deck und für Zach (der Freund von Demi) eine gemütliche Stätte oben auf dem Dach.
Demi und ihr Vater Danny schlafen in der Kajüte und die Jungs einer bei mir auf dem Deck und der andere bei Zach.
Gegen 21.30 Uhr liegen wir alle buntverteilt im Bett.
Es ist die ganze Zeit so warm, daß man sich noch nicht mal auf dem Deck zudecken muss.
Mittwoch:
Wir wachen mit den ersten Sonnenstrahlen auf. Es ist 5.40 Uhr.
Die Jungs richten das Frühstück und wir betreiben etwas morgendliche Katzenwäsche.
Es gibt ein erstaunlich vielfältiges Frühstück, frittierte Banane, warme Sesambrötchen, Ananas, Toast, Marmelade und Papaya.
Nach dem Frühstück schippern wir nach Komodo Island.
Anmeldung bei der Parkleitung. Dann kommt der Ranger.
Ohne eine Ranger geht hier gar nichts. Zur eigenen Sicherheit.
Da wir die ersten sind, an diesem Morgen, läuft uns auch direkt ein Veran vor die Füße.
Und trottet einen Kilometer vor uns her.
Bis zu einem morgendlichen Treffpunkt der Verane. Wo wir Zeugen von rivalischen Kämpfen werden und die Tiere deutlich aktiver vorfinden als gestern.
Von der morgendlichen Stelle aus, laufen wir 2 Stunden durch das Dickicht von Komodo Island. Immer etwas auf der Hut. Man weis nie wer oder was hinter dem nächsten Baum wartet.
Sehe nur ein paar Kakkadu.
Und ziemlich grosse Ameisen. Die munter über ein totes Palmblatt krabbeln. Zum Ende hin sehen wir in einer Felsspalte einen Babyveran. Sie leben die ersten 2 Lebensjahre in luftiger Höhe. Verane sind Kanibalen. Selbst Mütter machen nicht vor ihren Jungen halt.
| Babyveran |
| 2 Jahre altes Jungtier |
Wo wir nochmal ins Wasser springen und sie hautnah erleben. So ein Riesenmanta ist schon äusserst beeindruckend.
Schade ich unter Wasser keine Bilder machen kann. Aber manche Sachen muss man auch selbst erleben. Die kann man nicht in Bilder oder Worte fassen.
(Vielleicht sollte ich tauchen lernen.)
Wir schippern zurück nach Labuan Bajo. Ankunft um 17 Uhr. Suche mir eine neue Schlafburg. Diesmal zwar immer noch mit Wassertrog, dafür aber eine zusätzliche Dusche, die ich ausgiebig nutze. Wenn auch ein bißchen frisch.
Relaxe etwas auf meiner kleinen Terasse. (habe eine kleine Bambus gemietet für diese Nacht).
Morgen gehts weiter. Zurück nach Bali/Kuta.
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| Tourverlauf |
| Tourboot |


1 Kommentar:
Herzliche Grüße
Ulrich
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