Herzlich Willkommen

Es ist mal wieder soweit, die Blog Sasion hat begonnen.
Diesmal führt mich meine Reise über den Äquator nach Indonesien, Java, Bali, Flores, Kommodo und Rinca Island und nach Kuala Lumpur in Malaysia.
Viel Spass beim Lesen meines Blogs. Wer möchte kann sich im neben stehend Link, mit mir vernetzen und bekommt automatisch eine Nachricht, wenn´s etwas Neues gibt.

Samstag, 23. April 2011

Kuala Lumpur, Fluege und ein Abschied

Nachdem ich gesund und heil von Komodo Island zurueck bin, habe ich die recht warme Nacht in meiner Bambushuette verbracht. Der Freitag Morgen, begann mit kalt duschen und fruehstuecken. Es gab Flores Kaffee und eine Art Milchbroetchen mit Butter und Ananasmarmelade.

Nach meinem Fruehstueck bin etwas durch Labuan Bajo geschlendert. Viel kann man hier nicht machen. Habe mir am Hafen die durchaus schoenen Segelboote angeschaut die hier vor Anker liegen und habe die Jungs vom Boot wieder getroffen.
Danach habe ich meine 7 Sachen zusammen gepackt und auf meiner kleinen Terasse etwas gelesen.

Um die Mittagszeit ist es hier so heiss, dass man foermlich in der Sonne verbrennt. Also ab in den Schatten.
meine Bambushuette
Mein Mittagessen habe ich im Restaurant von gestern Abend eingenommen. Hier gibt es selbstgemachte Fritten. Und ich bin schon seit Beginn meiner Reise auf Entzug. Einfach nur lecker. Dazu etwas Fisch und Salat. Herrlich so selbstgemachte Pommes.

Mein Flieger startet um 14.45 Uhr
Lasse mich von einem mir unbekannten Herrn, im Privatauto, zum Flugplatz bringen.
Dort gut angekommen, einchecken.
Gepaeckkontrolle oder sonstige Security ist heute nicht moeglich, das Geraet ist kaputt.

Beim Check in ist alles recht einfach gestrickt. Es gibt noch handgeschriebene Boardingcards und den Sitzplatz darf man sich aussuchen.
Wir fliegen mit einer Fokker 50. Der Herr am Check in hat einen Plan mit den moeglichen Sitzplaenen. Die einzelnen Sitzplaetze sind Sticker und werden einfach auf die Boarding Card geklebt. Entscheide mich fuer 5 B.

Das Flugzeug aus Denpasar hat 25 Minuten Verspaetung. Daher verzoegert sich unser Flug dem entsprechend.

Fokker 50
Nach dem das Flugzeug startklar ist, ab zum Flieger. Wenn das mal so einfach waere. Die Glastuere zum Rollfeld ist mit einem Kettenschloss gesichert und keiner findet den Schluessel. Daher muessen wir alle zum Check in Schalter zurueck und durch den Gepaeck Schacht aufs Rollfeld klettern. Sachen gibts die gibt es gar nicht.

Mein Sitzplatz erweist sich als Gluecksgriff. Sitze am Notausgang.

Der Flug nach Kuta verlaeuft sehr reibungslos.
Bin mit einer Stunde Verspaetung in Kuta gelandet und fahre mit dem Taxi zurueck zum Mimpi Bungalow. Mein Bungalow ist inzwischen weiter vermietet
 worden, weshalb ich in einen Neuen ziehe.

Zum Abendessen gehe zu Joy ins Fischerrestaurant. Die sich freut wie ein Schneekoenig. Werde begruesst wie eine lang verschollenes Familienmitglied.
Bestelle mir zum Abschied meines Indonesien Aufenthaltes 500g gegrillte Shrimps, gratinierte Muscheln und Reis mit Gemuese und Tintenfisch. Mmmh....

Die kleine Babykatze schlaeft wie ein Murmeltier im Aktenschrank des Restaurants. Voll niedlich. Nach dem ich sie mit einer Krabbe gelockt habe, ist sie hellwach.

Mein Abschied faellt mir und Joy nicht leicht.
Joy und ich im Fischerrestaurant

Dennoch hoert auch alles Schoene mal irgendwann auf. Leider.

Gehe zurueck zum Bungalow, hole vorher noch meine Waesche aus der Laundry und fange an zu packen. Da hat sich ganz schoen was angesammelt!!!

Bin um 23 Uhr im Bett.
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Der Wecker kingelt um 6 Uhr.

Packe zu Ende und bin um 6.45 Uhr beim Bungalow Ausgang, wo mein privater Fahrer zum Flughafen bereits auf mich wartet.
Lade meine beiden Taschen, den Rucksack und die Kameratasche ins Auto.
Dann gehts los.

Unterwegs laden wir noch 2 Hollaender auf, beides Backpakers. Sie sind auch auf dem Weg zum Airport und wollen auch auf den Flug nach Kuala Lumpur.

Sie bedanken sich sehr bei mir, dass ich sie aufgelesen habe.

Der Flughafen ist in 15 Minuten erreicht. Gluecklicherweise ist noch nicht so viel los auf den Strassen.

Check in. Hier in Bali doch deutlich professioneller als gestern in Labuan Bajo. Der Check in dauert ewig.

Habe anschliessend noch Zeit fuer ein schnelles Fruehstueck am Flughafen.

Der Flieger startet extrem puenktlich um 8.30 Uhr. 2 Stunden und 55 Minuten spaeter lande ich in Kuala Lumpur. (Luftlinie 1995 km)

Streckenverlauf
Gut am Flughafen angekommen, gehe ich erstmal etwas trinken. Auf dem Flug konnte man aehnlich wie bei Germanwings nur etwas kaufen und ich hatte keine Rupiah mehr.

Da man hier sein Gepaeck einschliessen kann, entscheide ich mich fuer die Aufgabe eines Koffers. Packe alles um und gebe meinen Koffer anschliessend ab.
Dann fahre ich mit dem Bus bis zum Express Rail, von wo man aus, recht preiswert nach Kuala Lumpur reinfahren kann.

Suche mir eine Uebernachtungsmoeglichkeit. Alle besseren Hotels sind gnadenlos ausgebucht. Ein Hotel hat nur eine Suite fuer 190 Euro die Nacht und sonst ist nichts zu finden.
Waehrend meiner Suche geht dann auch noch ein heftiges Gewitter nieder. Wie ein begossener Pudel suche ich ein Hotel.

Nach 6 maligen Fragen finde ich ein Hotel in Chinatown. Zwar auch teurer als geplant, aber was solls. Wollte eine heisse Dusche, Air Condition, frische Handtuecher und evtl. TV damit ich mich auf den neuesten Stand bringen kann.

Gehe ziemlich lange heiss duschen. Dann einen geeisten Kaffee trinken und anschliessend etwas durch Chinatown bummeln.

Mein Abendessen nehme ich in einem chinesichem Restaurant ein und mache mich ueber einen riesigen Teller suess-saure knusprige Schweinerippchen her......

Mittwoch, 20. April 2011

Boote, Drachen, Mantas und nochmals Drachen

Yippieh, es gibt wieder Internet. Sitze in einem Restaurant (dem einzigen richtigen Restaurant von Labuan Bajo, mal von den Suppenküchen abgesehen) und habe Internet Anschluss, dank W-Lan.

Aber in den letzten 3 Tagen ist auch allerhand passiert.

Montag:

Am Montag ging es mit dem Taxi zum 20 Kilometer entfernten Flughafen. Bin mit ziemlich wenig Gepäck unterwegs. Das meiste Gepäck habe ich in Kuta im Bungalow gelassen. Der Flughafen teilt sich in international und domestic.
Fliege nur domestic. Hier geht es ziemlich beschaulich zu. Man muss bis 30 Minuten vorm Abflug einchecken. Zu mindestens bei Merpati Airlines.
Es gibt ein Schild auf dem steht: Labuan Bajo, keine digitale Anzeige.

Die Wartehalle ist schon mehr auf Touristen jeglicher Art ausgerichtet. Dafür sind die inländischen Security Bestimmungen ziemlich lasch, es interessiert keinen Menschen ob irgendwelche Flüssigkeiten in meiner Tasche sind. Habe sogar eine Flasche Wasser mit an Board genommen.
Der Flug erscheint zwar auf der Anzeige, allerdings werden wir mit einer 20 minütigen Verspätung über Mikrophon ausgerufen und einer netter Mensch hält ein Schild mit "Labuan Bajo" nach oben.
Mit dem Bus gehts zum Flugzeug, eine Porpeller Maschine für 50 Leute.

Der Flug verläuft sehr ruhig. Wir bekommen während des 90 minütigen Flugs sogar etwas zu Essen und zu Trinken.

Ankunft in Labuan Bajo, der Hangelarer Flughafen ist dagegen eher ein internationaler Fughafen mit Massenabfertigung. :-)
Ein kleines Gebäude, kein Gepäckband oder sowas. Die Koffer werden gegen den Gepäckschein getauscht. Direkt vom Kofferwagen.
Fahre mit einem Bomo (Mini Bus Taxi) die 1,5 km nach Labuan Bajo (ist halbsogroß wie Seelscheidt).

Suche mir eine Bleibe für die kommende Nacht. Finde ein kleines Hotel, mit spartanisch eingerichtem Zimmer und indonesichem Bad (Bodenklo und grossen Wasserbottich mit Eimerchen (Dusche)).

Erkunde Labuan Bajo und buche meine Komodo Island Tour, für 2 Tage und eine Nacht.
Anschliessend esse ich zu Abend (in dem Restaurant in dem ich auch momentan sitze) und gehe frisch geduscht ins Bett.

Dienstag:

Stehe um 7 Uhr auf, packe meine 7 Sachen zusammen und trinke anschliessend einen Flores Kaffee. Die Tour beginnt un 8.30 Uhr.
Bei der Touroffice werde ich bereits erwartet. Schnell noch Schnorchel und Flossen ausgeliehen, dann gehts mit dem Moped (hinten drauf) zum Bootsanleger.

Wir sind zu viert auf dem Boot. 3 Amerikaner und ich. (Vater, Tochter und Freund). Alle sehr nett.

Es geht sofort los. Wir fahren etwa 2 1/2 Stunden bis Rinja Island.
Bootsanlger Rinja Island
unterwegs

Runter vom Boot und ab zum National Park Verwaltung, Ticket kaufen. Dann gehts es mit zwei Ranger auf zu einer 2 stündigen Tour über Rinja Island. Mit dem ein oder anderen Vortrag über Komodo Verane, deren Nester, Vegetation usw. bis wir endlich auch einen Komodo Veran zu Gesicht bekommen. Wird auch Zeit. Bei äußerst tropischen Temperaturen, schmilzt man nur so dahin. Zumal wir die ganze Zeit durch den Dschungl laufen. Feucht, Mücken und Mangroven. Dann ein Komodo Dragon. Sehen schon ziemlich ungewöhnlich aus. Die beiden Ranger sehen zu, dass uns nichts passiert. Dabei tun die Verane genau das, was ich bei diesem Wetter auch machen würde, nämlich nichts.


Weibchen
Weibchen


Männchen
Dschunglpfad


Nach unserer Exkursion durch Rinja Island, geht es zurück zum Boot. Es gibt zwei Inseln auf den Komodo Verane vorhanden sind. Das eine ist Rinja Island, hier sind sie kleiner, weil nicht so viel Futter zur Verfügung steht und die Hauptinsel Komodo Island.

Zurück zum Boot, bekommen wir erst einmal einen frischen Smoothie und dann ein sehr leckeres Mittagessen. Die Kombüse hier auf dem Boot hat etwa 1 1/2 Quadratmeter und es ist faszinierend was die beiden Jungs, die für uns sorgen, auf die Beine stellen. Es gibt 4 verschiedene Gerichte und Reis. Die beiden sind keine 25 und kochen, spielen Käptain, Putzfrau, Zimmermädchen, Koch und Bootsjungen.
Wir lassen es uns gut gehen. Dazu frischen Kaffee von der Insel Flores oder schwarzen Tee. Essen und Getränke sind im Preis mit inbegriffen.

Wir stoppen für eine Schnorchel Tour an einem der schönsten Korallenriffe hier in Indonesien.

Strand am Korallenriff
Hier wird jeder Schwimmmuffel zur Wasserratte!

Auch wenn man kein Profi in Sachenschnorcheln ist, man begreift doch ziemlich schnell. Und man wird fü seine Mühen redlich belohnt. Clownsfische, Korallen, Anemonen und hunderte andere Fische deren Name ich leider nicht kenne. Schon sehr beeindruckend dieser Sport. Was mag man wohl alles sehen, wenn man richtig taucht??
Wieder zurück auf dem Boot fahren wir dem Sonnenuntergang entgegen. Bis wir an einer kleinen Insel angekommen sind, wo wir für die kommende Nacht ankern.
Es gibt nur noch uns, das Boot, die dahin schwindende Sonne und das ein oder andere Einbaumboot von den Einheimischen, die hier in der Nähe leben. (Haben uns handgeschnitzte Komodo Verane aus Holz verkauft)

Wir sehen dem äusserst spannenden und wundervollen Sonnenuntergang zu.
17.40 Uhr

17.50 Uhr

17.55 Uhr
18.05 Uhr

Anschließend werden wir wieder mit einem fürstlichen Abendessen belohnt. Frischen Fisch, Gemüse, Reis, Tintenfisch und Ananas.
Danach sehen wir den hundertden von Fledermäusen zu, die zur Nacht ausschwärmen. Sie kommen aus einer nahgelegenen Höhle.

Wir quatschen noch einbisschen und gehen recht früh schlafen, damit der Generator nicht schlapp macht.
Unser Kajüte ist ziemlich eng und es ist ziemlich warm. Wir errichten für mich eine Schlafstätte mitten auf dem Deck und für  Zach (der Freund von Demi) eine gemütliche Stätte oben auf dem Dach.
Demi und ihr Vater Danny schlafen in der Kajüte und die Jungs einer bei mir auf dem Deck und der andere bei Zach.
Gegen 21.30 Uhr liegen wir alle buntverteilt im Bett.
Es ist die ganze Zeit so warm, daß man sich noch nicht mal auf dem Deck zudecken muss.

Mittwoch:

Wir wachen mit den ersten Sonnenstrahlen auf. Es ist 5.40 Uhr.
Die Jungs richten das Frühstück und wir betreiben etwas morgendliche Katzenwäsche.
Es gibt ein erstaunlich vielfältiges Frühstück, frittierte Banane, warme Sesambrötchen, Ananas, Toast, Marmelade und Papaya. 

Nach dem Frühstück schippern wir nach Komodo Island.
Anmeldung bei der Parkleitung. Dann kommt der Ranger.

Ohne eine Ranger geht hier gar nichts. Zur eigenen Sicherheit.
Da wir die ersten sind, an diesem Morgen, läuft uns auch direkt ein Veran vor die Füße.
Und trottet einen Kilometer vor uns her.
Bis zu einem morgendlichen Treffpunkt der Verane. Wo wir Zeugen von rivalischen Kämpfen werden und die Tiere deutlich aktiver vorfinden als gestern.



Von der morgendlichen Stelle aus, laufen wir 2 Stunden durch das Dickicht von Komodo Island. Immer etwas auf der Hut. Man weis nie wer oder was hinter dem nächsten Baum wartet.
Sehe nur ein paar Kakkadu.


 Und ziemlich grosse Ameisen. Die munter über ein totes Palmblatt krabbeln. Zum Ende hin sehen wir in einer Felsspalte einen Babyveran. Sie leben die ersten 2 Lebensjahre in luftiger Höhe. Verane sind Kanibalen. Selbst Mütter machen nicht vor ihren Jungen halt.
Babyveran

2 Jahre altes Jungtier
Von Komodo Isalnd aus, geht zurück nach Labuan Bajo. Allerdings nehmen wir eine etwas andere Route und kommen an Mantas vorbei.
Wo wir nochmal ins Wasser springen und sie hautnah erleben. So ein Riesenmanta ist schon äusserst beeindruckend.

Schade ich unter Wasser keine Bilder machen kann. Aber manche Sachen muss man auch selbst erleben. Die kann man nicht in Bilder oder Worte fassen.
(Vielleicht sollte ich tauchen lernen.)
Wir schippern zurück nach Labuan Bajo. Ankunft um 17 Uhr. Suche mir eine neue Schlafburg. Diesmal zwar immer noch mit Wassertrog, dafür aber eine zusätzliche Dusche, die ich ausgiebig nutze. Wenn auch ein bißchen frisch.

Relaxe etwas auf meiner kleinen  Terasse. (habe eine kleine Bambus gemietet für diese Nacht).

Morgen gehts weiter. Zurück nach Bali/Kuta.
Tourverlauf
Tourboot

Montag, 18. April 2011

Sonntag, schon wieder faulenzen

Habe die versprochen Bilder hochgeladen.

Habe nur gefaulenzt, aehnlich wie am Freitag. Es war einfach zu warm.

Pool, ein bisschen shopping in Kuta und ein gutes Abendessen. Und ein bisschen Sonnenbrand.
Heute war mit Abstand der heisseste Tag, seit Beginn meiner Reise.
Im Schatten waren es noch 38 C und beim zu Bett gehen um 23.30 Uhr immer noch 32 C.
Das ist selbst mir zu warm gewesen.

Und trotz Lichtschutzfaktor 30 und den ganzen Tag im Schatten, habe ich mir einen leichten Sonnenbrand geholt. Bleibt wohl nicht aus.

So in knapp 1 3/4 Stunden geht mein Flieger nach Labuan Bajo. (Insel Flores)
Und morgen nach Kommodo und Rinca Island. Hoffentlich habe ich Internet.......

Sonntag, 17. April 2011

Sightseeing auf Bali und der teuerste Kaffee der Welt

Gestern an meinem faulenzer Tag, habe ich eine Tour durch Bali gebucht.
Dies war preiswerter, als sich mit eigens gemieteten Auto auf den Weg zu machen und ist mit Sicherheit auch um einiges stressfreier.

Die Strassenbeschilderung laesst hier etwas zu wuenschen uebrig.

Nach einem komischen Fruehstueck mit Banane in Toast (Sandwichtoaster) und Kaffee mit Sojamilch und der Erkenntnis das Bali eine Stunde weiter vor ist als Java gings um 11 Uhr los.

Beim Fruehstueck habe ich noch ein Rentnerpaearchen aus Kannada kennengelernt, die im Schnitt 20 Wochen im Jahr in der Weltgeschichte herumreisen und naechste Woche auch wieder die Heimreise antreten.

Mein Fahrer ist ein junger Balinese und spricht erstaunlich gut englisch. Somit quatschen wir den ganzen Tag.
Die Tour geht in den Norden von Bali.

Erster Stop ein kleiner hinduistischer Tempel Pura Taman Ayun, etwa 30 km noerdlich von Denpasar, Bali's Haupstadt.
Pura Taman Ayun

Von dort geht es weiter in den Norden, vorbei an Reisterrassen, Erdbeerfeldern, Gemuesefeldern und Kaffeeplantagen. Rauf in den Norden, hier wird es deutlich kuehler und es ist nicht mehr ganz so heiss wie in Kuta.
Der zweite Tempel des Tages liegt an einem See auf etwa 1800 Metern.
Pyra Ulun Danu Bratan

Der Tempel, ebenfalls ein hinduistischer, Pura Ulun Danu Bratan, liegt am Ufer des Sees und ist nur vom Ufer aus zu sehen.
Anschliessend esse ich zu Mittag. Mein Fahrer hatte sich wohl gedacht er macht mir eine Freude, als er mich an einem Touristen Restaurant absetzt. Dort gibt es ein indonesisches Einheitsbuffett und ist im Vergleich zum sonstigen Essen ziemlich ueberteuert.
Verschwinde von dort und finde in der Naehe des Sees, eine kleine Suppenkueche, dort gibts Nasi Soto, eine scharfe Huehnersuppe mit Huhn, Tofu und hartgekochten Ei. Dazu gibt es eine Portion Reis mit geroesteten Zwiebeln und Knoblauch.
Ein Spezialitaet hier oben, frittierte grosse Spinatblaetter in einer knusprigen Eierhuelle. Mmh. Mit einer grossen Tasse Tee und einer Flasche Wasser komme ich genau auf 1,90 Euro. Statt die geforderten Buffettkosten von etwa 15 Euro, ohne Getraenk.

Mein Fahrer, der meine Extratour nicht mit gekriegt hat, war auf jedenfall in heller Aufregung , weil ich nicht mehr dort war, wo er mich abgesetzt hat.
Nach gluecklicher Wiedervereingung gehts weiter zu einem Markt hier oben. Kaufe leckere Erdbeeren (uebrigens teuer als bei uns) firsche Mangosteens und Bananen.
Marktstand mit frischen Mangosteens

Es geht wieder runter Richtung Denpasar. Besuche noch eine Kaffeeplantage. Wo ich Freundschaft mit einem Flughund schliesse.
Flughund

Dort gibt es eine Kostprobe der verschiedestens Sachen die hier angebaut werden, Balikaffee (schmeckt uebrigens besser als der Javakaffee), Ingwerkaffee, Ingwertee, Balikakao (frisch geroestet und gemahlen, ein Gedicht) und Zitronengrass Tee, auch heiss eine Erfrischung.
Bali Kakaoschote


Die Kroenung des ganzen Tastetings : Luwak-Kaffee.
Luwak-Kaffee

Der teuerste Kaffee der Welt.
Luwak ist eine einheimische Schleichkatze die sich am liebsten nur von reifen Kaffeekirschen ernaehrt. Da sie nur die aeussere Fruchtschale verwehrten, kommen die eigentlichen Kaffeebohnen unversehrt hinten wieder raus. Werden eingesammelt, gewaschen und zum Kaffee weiter verarbeitet.
Was soll ich sagen?
Es ist ein Gedicht. Fein im Aroma, leichte Kakao Note, nicht bitter und schmeckt mir sogar ohne Milch und das will schon was heissen.
Allerdings ist der Preis auch extrem abschreckend. Habe fuer meine kleine Tasting Tasse bereits 5 Euro bezahlt. 50 g gemahlen kosten stolze 280.000 Rp also ungefair 25 Euro. Also 250 Euro fuer ein Pfund. Puuh.
Aber er schmeckt.

Weiter geht die Fahrt in Richtung Suedwestbali.
Dort steht an der Kueste Tannah Lot. Mit der wichtigste Tempel hier in Bali und dem entsprechend ist auch viel los.
Zum mal gerade die Sonne untergeht....
Tannah  Lot

Ein wunderbares Naturschauspiel..... Wir bleiben bis die Sonne verschwunden ist.
Wellen am Tannah Lot

Dann gehts zurueck nach Kuta.

Da die Strassen hier besser sind als in Ostjava, kommt man zum Glueck auch gut voran.
Bin gegen 20 Uhr wieder in meinem Bungalow.

Gehe noch schnell ein paar Nudeln mit Tintenfisch essen und ziehe eine kurze Runde durch den Pool.

Morgen wird auf jedenfall nochmal gefaulenzt.....................

Falls man alle Heiligtuemer dieser Insel kennenlernen moechte, was bestimmt recht spannend ist, muss man eh eine eigene Exkursion hier hin machen.
Rici am Tannah Lot, nach einer Bali Segnung

Bali und faulenzen

Der Freitag war nicht wirklich spannender als der Donnerstag. Ein bisschen Pool, schmoeckern, relaxen und zwischendurch ein bisschen schlafen.

Mehr kann man hier in Kuta auch nicht machen.

Den Nachmittag habe ich am Strand verbracht und den Surfern zugesehen. Die bei halsbrechericherweise versuchen den Wellen zu strotzen. Dazu gesellte sich ein schoener Sonnenuntergang.
Sonnenuntergang am Kuta Beach


Da mein Abendessen gestern ziemlich lecker war und ich zu faul bin mir eine neue Location zu suchen, bin ich wieder in dem kleinen Fischer Restaurant essen gegangen.
Abendessen

Es gab einen ziemlichen dicken Krebs mit Knoblauch-Pakchoi und gebratenen Reis mit Shrimps. Alles sehr, sehr schmackhaft. Meine Kellnerin von gestern, (Joy, 29 Jahre alt, verheiratet, 4 Kinder) ist mir sogar um den Hals gefallen als ich wieder da war.

Mehr habe ich nicht unternommen.

Freitag, 15. April 2011

Einfach nur faulenzen, ein Tag ohne Sightseeing.

Den heutigen Tag habe ich quais mit Nichtstun vertan.

Ersteinmal habe ich lange geschlafen. Bis um 7  Uhr. Das war auch noetig nach den doch recht anstregenden letzten Tagen und dem zeitigen aufstehen.

Den fruehen Vormittag vertroedel ich am Pool.
Pool
Lese dabei ein neues Buch, welches ich vergangene Woche in Yogyakarta gefunden habe. In einem kleinen Buchladen, der gebrauchte Buecher in den unterschiedlichsten Sprachen zu Verfuegung hatte. Nicht ganz so gut sortiert wie in Bangkok, aber etwa 30 Krimis und weitere Lektuere.

Da mein eigener Vorrat bereits aufgebraucht ist, war ich richtig happy, zwei neue Buecher zu haben.

Um nicht nur Untaetig zu sein breche ich gegen 11 Uhr auf undschlendere durch Kuta.
Die kleine Stadt hier am Strand ist eigentlich schrecklich. Komplett auf Touristen ausgerichtet. Pseudo indonesische Restaurants, Kitschlaeden in den man vermeindliche balinesische Kunstgegenstaende kaufen kann und ein staendiges angeplappere, man solle doch etwas kaufen.

 Abseits der Touristenpfade geht es schon besser. Ist aber auch noch nicht perfekt.
Der Stadt fehlt auf jedenfall der Charme vom indonesischem Lebensgefuehl.

Ich hatte den Ort eigentlich nur ausgesucht um schnell am Flughafen zu sein. Und weil es hier angeblich den schoensten Beach auf Bali gibt.
Meine Plaene nach Labuan Bajo auf der Insel Flores zu fliegen, haben sich auf Montag verschoben. Daher starte ich meine Kommodo Island Tour erst am Dienstag. Nun gut, geht ja auch.
Musste zwar meinen Flug umbuchen, aber safety first wie man so schoen sagt.
Frauen ist es in der Regel einmal im Monat fuer ein paar Tage nicht empfohlen zu den Kommodo Veranen zu gehen, da die Verane Blut bis auf 4 km wittern koennen.

Nach dem ich 2 Stunden mit Blog schreiben, Emails lesen und umbuchen meines Flugtickets vertan habe, gehts weiter an den Strand.
Wie gut das ich nicht so ein Strandfreak bin. Sonst ware ich maechtig enttauescht gewesen. Der Strand sieht auch nicht viel anders aus als in Beligien oder Frankreich. Wenn man mal von den Palmen und dem schoenen Wetter absieht.
Zum Erholen reicht es auf jedenfall aus.

Sunset am Kuta  Beach
Bleibe bis zum Sonnenuntergang.

Dieser ist wirklich sehr schoen anzusehen. Zum schwimmen ist es nicht besonders geeignet, das es hier eine ziemlich starke Stroemung und kraeftige Wellen gibt. Die anscheinend das Paradies jeden Surfers sind. Diese sind in rauen Menge im Wasser.
Zurueck in meinem kleinen Haeuschen. Was ich hier gemietet habe. Mache ich mich frisch fuers Abendessen. 
Mein  Bungalow
Die kleien Anlage hatte ich im Lonley Planet entdeckt. Sie liegt etwas Abseits und besteht aus 9 kleinen Bungalows. Alle sind in einem schoenen Garten versammelt und man ist ganz fuer sich. Kein Trubel, kein Auto gehupe (was Indonesier absolut gerne tun. Ein Indonesier hupt ungefair pro Tag so oft wie ich in 10 Jahren. Falls ich das ueberhaupt schaffe. Vor der Kurve, hinter der Kurve, beim Ueberholen, beim Abbiegen, beim Bremsen usw. also eigentlich immer) Und nicht ganz so nah an den Touristenmassen. 

Der Bungalow ist von innen nicht gerade eine Wucht und es gibt auch nur kaltes Wasser, aber auf der kleinen Terrasse und im Garten fuehle ich mich pudelwohl.


Mein Abendessen nehme etwas ausserhalb von Kuta ein, hier gibts es fangfrische Muscheln und allerlei Meeresgetier. Und was immer ein gutes Zeichen ist: Einheimische die sich uebers Essen hermachen und kaum Touristen.
Mein Abendessen faellt etwas groesser aus.
Scharfe Eiernudeln, gegrillte Shrimps, Fruehingsrollen mit Shrimps, Fischsate, Krupuk und dicke Muscheln in einer extremscharfen Sosse mit Ananas. Sie ist ziemlich scharf die Sosse, daher esse ich auch noch Reis dazu. Den ich nachbestelle.

leckeres Abendessen
Nachdem ich mein Abendessen mit einer kleinen 8 Wochen alten Katze geteilt habe (98% ich 2% Katze) bin ich zureuck zum Bungalow. Habe noch eine Runde durch den Pool gedreht und anschliessend einwenig relaxed.

Muss auch schon mal sein so ein Tag. Zumal ich momentan soviel in meinem Kopf habe, an Bildern und Eindruecken, dass ich es gar nicht richtig sortiert bekomme.




 











Donnerstag, 14. April 2011

Hab ich vergessen!

Da habe ich doch tatsaechlich etwas vergessen.

Auf dem Weg runter vom Ijen Plateau sind wir durch irrsinnig viel Regenwald gefahren und steht auf einmal mitten im Dschungl auf der Schotterpiste ein schwarzer Panther. Einfach so. Gross, pechschwarz und geschmeidig. Hat mich angeguckt und ist gemaechlich weiter in den Dschungl gelaufen.

Das war die Entschaedigung fuers vorne sitzen, habe ich mir nachher gedacht. Die anderen die hinten sassen haben ihn leider verpasst.

Fuer ein Foto ging es leider viel zu schnell. Schade.

Endlich wieder Internet!!!!!

Da denkt man doch man waere in ein einigermassen kultiviertes Land gefahren und was ist ??
Kein Internet weit und breit.

Jetzt muss ich schon scharf nachdenken wann ich zuletzt geschrieben habe. Das war am Sonntag an meinem Geburtstag. Also jetz erstmal der Reihe nach:

Sonntag:
Mein Abendessen im sultanischen Palast war sehr lecker. Zumal ich das Glueck hatte und es nicht besonders viel los war. Der Bruder des momentanen Sultans Hamengkubuwana X (mittlerweile ohne politische Funktion, aehnlich dem englischen Koenigshaus) hatte Zeit und hat mich durch die Gemaecher gefuehrt, die immer noch bewohnt werden. Ziemlich spannend so eine kleine Luxusanlage, koenntte mir auch sehr gefallen. Modern und alt sehr nett verbunden. Leider habe ich keine Bilder gemacht, weil ich es unangebracht fand. Ich wuerde es auch nicht begruessen, wenn Touristen durch mein Wohnzimmer stapfen und darauf los knipsen.
Nach meinem Mahl bin ich im Regen ins Hotel zurueck.
Am naechsten Morgen gings ja schon weiter.

Montag: 

Heute konnte ich zur Abwechslung mal relativ lange schlafen, bis um 6 Uhr. Danach habe ich meinen Koffer gepackt und gefruehstueckt.
Der Mini-Bus nach Cemoro Lawang hat uns, insgesamt sieben Personen, um 8 Uhr abgeholt. Los ging die Fahrt.
Habe den Platz vorne bekommen, was zunaechst ganz komforttabel aussah, mehr dazu spaeter.

Sterckenverlauf:
Streckenverlauf
Los gings mit einem klapprigen Mini-Bus, der stolze 570.000 Kilometer auf seiner Anzeige stehen hatte. Dem entsprechend war die Inneneinrichtung. Kassettenradio (man kann hier uebrigens alles aktuellen Popcharts noch auf Kassette kaufen), ausgenudelte Sitze und zum Glueck eine Klimaanlage.
Wir fahren los gen Osten, was auch eigentlich kein Problem sein sollte. Nur hatte man nicht das Gefuehl von der Stelle zu kommen.
Autobahn fehl am Platze. Es geht durch unzaehlige kleine Doerfer und Staedte vorbei an Reisfeldern und Palmenhainen. Und wenn man auf den Kilometerstand guckt sind erst 70 Kilometer geschafft in 2 Stunden. Puhh....
Gegen 13.30 Uhr stoppen wir zu einem kurzen Mittagessen. 160 Kilometer sind geschafft. In 5 Stunden. Nach einem Stopp von 45 Minuten, rein ins Auto und weiter gehts.
Das Publikum im Bus ist recht gemischt, ein Vietnamese, drei Franzosen ein aelteres Paar aus Belgien und ich. Wie sich heraus stellt ist der Vietnamese in der Naehe von Paris aufgewachsen und spricht logischerweise fliessend franzoesisch. Die Beliger sprechen auch recht gut franzoesisch, ich fuer meinen Teil eher nicht auch wenn ich viel verstehe. Im Bus wird daher nur franzoesisch gesprochen, ich habe etwas das nachsehen. Nun gut lese ein komplettes Buch in der Zeit.

Um 17.40 Uhr wird es fuer gewoehnlich dunkel. Es sind noch 100 Kilometer bis Cemoro Lawang. Um 20 Uhr halten wir an einem recht unscheinbaren Haeuschen in dem wir unsere Eintrittsgebuehr fuer den Vulkan Bromo bezahlen und den Jeep. (Der Vulkan Bromo ist nur mit dem Jeep erreichbar.)
Noch 20 Kilometer.............
Die es in sich haben.
Vor 14 Tagen ist der Vulkan ausgebrochen und hat im Umkreis von 20 Kilomtern alles mit einer dicken Ascheschicht bedeckt. Diese ist an manchen Stellen ueber einen halben Meter dick. Da es noch nicht gelungen ist die Strasse von der Asche zu befreien und es hier auf etwa 1800 Metern oft regnet, ist alles zusammen zu dickem festen Schlamm verpappt. Anders kann man es nicht nennen.
Fuer unseren Bus eine echte Herausforderung.
Mein Platz ist insoweit nicht die wahre Freude, weil ich genau auf dem Motor sitze und wenn die Klimaanlage laeuft und man unter 10 km/h fahert recht heiss unterm Hintern wird.

Wie gut das es Dunkel ist und man nicht sehen muss wo der Bus tatsaechlich herfaehrt.
Ankunft im Hotel um 21.45 Uhr. Yippieeh!!
Nur noch ab ins Bett und schlafen. Morgen gehts bereits um 3.30 Uhr aus den Federn.

Der erste Tag an dem ich keine Bilder gemacht habe......

Dienstag: 

Der Wecker kingelt exakt um 3.30 Uhr. Aufstehen, anziehen und fertig!
Der Jeep holt uns um 4.10 Uhr ab. Die Fahrt zum Aussichstpunkt beginnt. Die Fahrt dauert ungefair 40 Minuten. Und ist realtiv schnell vorbei, zumal es in einem Jeep hier oben deutlich besser geht, als gestern im Bus.
Am Endpunkt gehts im stockdunkeln weiter. Endscheide mich fuer den Teil eines Aufstiegs ein Pferd zu nehmen. Das Pferd geht mir im Stockmass bis etwas ueber den Bauchnabel und ist eher ein Pony als ein Pferd. Es geht ziemlich steil hinauf. Die letzten 70 Hoehenmeter gehts zu Fuss weiter. Hier gibt es nur noch Treppen und es ist ziemlich steil.
Puenktlich mit dem Sonnenaufgang bin ich oben.
Leider ist heute extrem neblig und wolkig. Und die ersten Sonnenstrahlen sind recht zaghaft.
Tortzdem hat sich der Weg gelohnt
morgens um kurz vor sechs..

Der Vulkan Bromo gehoert zu den 10 aktivsten Vulkanen weltweit und ist einer der bestueberwachten.
Dennoch ist das Ausmass eines Ascheausbruchs verheerend. Alles Baeume sind tot, Wege und Strassen verschuettet und Daecher eingefallen.
Von alledem merkt man hier oben bei friedlicher Stille nichts.
Vuklan Bromo, links (mit dem Rauch)
So Vulkane sind ganz schoen faszienierend. Mache extrem viele Fotos bis die SD Karte voll ist, eigentlich sehen sie alle gleich aus. Aber man kann sich gar nicht satt genug sehen.
Von hier hann man auch Cemoro Lawang sehen, das Doerfchen in dem ich geschlafen habe.
Cemoro Lawang
 Nach einer Stunde gehts zurueck zum Jeep.
Bin ich froh das man im Dunkeln nicht sehen konnte wo das Pferd her gelaufen ist. Im Hellen haette man es wahrscheinlich nicht gemacht. Laufe daher den kompletten Weg zurueck.
Mit dem Jeep gehts durch Cemoro Lawang und weiter zum Vulkan. Die Vulkane liegen in einem grossen erloschenen Kraterkessel.
Von dort kann man zu Fuss oder per Pferd zum Bromo ran.
Ich entscheide mich fuers Pferd.
Da die dicke schwarze Asche die hier ueberall rumliegt nicht besonders schoen zu laufen ist.
Nach einer halben Stunde bin ich am Krater. Bis vor 2 Wochen gab es bis zum Kessel noch eine steile Treppe hinauf zum Kraterrand. Die ist leider nun zerstoert.
Man kann aber aehnlich einer Duene nach oben kletten, was ich auch tue. Habe allerdings eine beigefarbene Hose an, die anschliessend nicht mehr besonders aussieht. Nun gut, man muss halt Opfer bringen.
Bromo Krater
Strasse von Cemoro Lawang nach Probolinggo
In einen Krater rein zugucken war schon immer ein Traum von mir.
Es ist maechtig laut und in regelmaessigen Abstaenden kommt eine dicke Rauchwolke empor. Was dem ganzen einen ziemlichen Respekt einfloesst.

Bin nachdem auch etwas Lava zu sehen war, wieder runter. Sicher ist sicher.
Mit dem Pferd gehts zurueck zum Jeep und weiter zum Hotel. Fruehstuecken.
Trinke einen extrastarken Kaffee. Denn es geht gleich wieder runter nach Probollingo.
Probollingo ist eine Stadt an der Kueste und der Ausgangsort fuer den Bromo.

Dort machen wir in einer Autowerkstatt kurz halt. Oelwechsel.

Da ich dringend etwas Koffein brauche gehe ich mir in der Naehe eine Cola kaufen. Die Dame fragt mich ob ich auch Eis moechte, was ich bejae. Zupp weg ist sie. Gefuehlte 5 Minuten spaeter ist sie wieder da. Mit Eis.
Wo immer sie es auch her hat. Uebrigens schmeckt die Cola hier nicht besonders. Sie ist deutlich suesser als bei uns.

Die Fahrt zum Ijen Plateau beginnt.
Kann mal irgendwer etwas Teer herschicken???
Wenn man den Strassen von Indonesien einen Kaesenamen geben wuerde, waere es mit Sicherheit Emmentaler oder Lerrdammer. Man sind hier Loecher in den Strassen.
In Richtung Osten werden die Strassen immer schlechter. Hoechstgeschwindigkeit 40 km/h.

Kuzer Stopp in einem Fischerdorf fuers Mittagessen.
Esse einen frittierten leckeren Fisch mit Reis.

Auf der Fahrt zum Ijen Plateau, stellt man sich die Frage, ob es wirklich die offiziellen Starssen sind oder nicht. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit von etwa 90% haelt der Teer wohl nicht besonders. Weshalb wir die meiste Zeit auf dem Unterbelag fahren. Bestehend aus Geroell und Steinen.

Ankunft in Bodowoso (Ijen Plateau) um 18 Uhr.
Hier ist weit und breit nichts. Das Abendessen gibts im Hotel und wird recht zeitig serviert. Man ist hier darauf eingestellt frueh zu servieren, denn die meisten brechen am fruehen Morgen auf.

Wir trinken noch ein Bier mit Eisstueckchen (der Kuehlschrank ist ausgefallen und das Bier ist warm) und gehen zeitig ins Bett.

Mittwoch:

Der Wecker klingelt wieder um 3.30 Uhr. So langsam wirds sadisitisch. Nun gut habe es ja nicht anders gewollt.:-))
Es gibt um 4 Uhr ein recht merkwuerdiges Fruehstueck. Tee und ein fertiggeschmiertes Toast mit Butter, Erdbeermarmelade und Schokostreusel. 
Um 4.30 Uhr brechen wir auf. Die Fahrt dauert noch 45 Minuten.

Dann beginnt der Aufstieg.....
Es sind 300 Hoehenmetern und eine Strecke von 3 Kilometern. Ganz schoen steil.
Der Aufstieg dauert 2 Stunden. Dananch eroeffnet sich einem der Blick auf den Ijen See.
Ijen See
Ein durch Sulfur verfaerbtes Gewaesser.
Hier wird noch Sulfur abgebaut. Von Hand. Die Maenner schuften sich hier mehr oder weniger zu Tode. Die Koerbe mit dem Sulfur wiegen zwischen 80 und 100 Kilogramm und werden auf dem Ruecken nach unten getragen.
Ich bin uebrigens froh ohne Gepaeck hoch und runter gekommen zu sein.

Sulfur beladene Koerbe

ein Sulfur rauchender Vulkan


Sulfur Abbau
 Man koentte bis runter laufen, worauf ich aber verzichte, da hier vor kurzem ein Franzose abgerutscht ist und dabei umgekommen ist.
Man muss nicht alles haben. Die Aussicht reicht voll kommen. Der Abstieg ist gluecklicherweise nicht ganz so anstrengend wie der Aufstieg. Geht nur in die Kniee.

Um 10 Uhr fahren wir weiter. Die Strasse setzt dem ganzen jetzt die Kroenung auf, weil jetzt kaum noch Strasse zu erkennen ist.
gute Strasse?
Es wird zum Teil so steil, dass wir aussteigen muessen, damit falls was passiert uns nichts geschieht.
Gluecklicherweise ist auch so eine Fahrt vorbei.

Kurzer Halt zum Mittagessen an der Faehre rueber nach Bali.
Der Bus nach  Bali ist die Kroenung vom Ganzen. Ein oeffentlicher Bus. Voll und ziemlich eng, es gibt eine Reihe mit 2 Sitzen und eine mit 3 Sitzen.
Sitze eingepfercht zwischen Fenster und zwei Indonesiern. Ohne Klimaanlage und es darf geraucht werden. Gluecklicherweise sind die Fenster offen.

Die Fahrt dauert dreieinhalb Studen bis Denpasar. Und nochmal 40 Minuten mit dem Taxi nach Kuta. Im Sueden von Bali am Westufer.
Hier bin ich jetzt. Habe einen kleinen Bungalow in einem Garten gemietet und ersteinmal lange geduscht und den Pool besucht, ehe ich ins Bett marschiert bin.